Magnesium ist für seine positive Wirkung auf Stress und Reizbarkeit bekannt und spielt auch eine wichtige Rolle bei der Nervenübertragung und Muskelentspannung. Doch wie nehmen wir Magnesium über die Nahrung auf und wie können wir einen möglichen Mangel feststellen?
Magnesium: Was ist das?
Magnesium ist das vierthäufigste Mineral im Körper und an Hunderten von Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt. Der menschliche Körper enthält etwa 25 Gramm Magnesium, verteilt wie folgt:
- 55 % im Knochengewebe (Knochen, Zähne) oder ca. 14 g.
- 27 % im Muskelgewebe (Muskeln) oder ungefähr 7 g.
- 18 % in lebenswichtigen Organen (Leber) oder ungefähr 4,5 g.
Der Körper hat nicht die Kapazität, überschüssiges Magnesium zu speichern, sodass ein Überschuss über die Nieren ausgeschieden wird.
Wussten Sie?
Die Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung erfolgt effizienter, wenn Vitamin B6 vorhanden ist, das beispielsweise in Minze, Knoblauch, Rosmarin, Zwiebeln und provenzalischen Kräutern enthalten ist.
Wo ist es in unserer Nahrung enthalten?
Magnesiumreiche Lebensmittel können tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Wenn ein Lebensmittel mehr als 50 mg/100 g enthält, gilt es als magnesiumreich.
Magnesiumgehalt pro 100 Gramm.
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Kakao |
520 mg |
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Leinsamen |
372 mg |
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Sonnenblumenkerne |
364 mg |
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Weichtiere |
130 mg |
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Dunkle Schokolade |
110 mg |
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Vollkornbrot |
80 mg |
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Trockenfrüchte |
55 mg |
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Brauner Reis |
43 mg |
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Banane, Avocado |
30 mg |
Seine Rolle in unserem Körper.
Die Vorteile von Magnesium sind zahlreich:
- Neuromuskuläre Erregbarkeit: Magnesium ermöglicht die Freisetzung von Serotonin, einem Anti-Stress- und Beruhigungsmolekül, das zu einer Verringerung von Stress, aber auch von Reizbarkeit führt. Eine Ergänzung mit Magnesium über eine ausgewogene Ernährung trägt daher beispielsweise zur Linderung von Schlafstörungen bei.
- Muskelkontraktion: Magnesium ist als Muskelrelaxans bekannt und tatsächlich für die Muskelkontraktion und -entspannung notwendig. Es hilft auch, Muskelkrämpfe, Spasmen und Muskeltetanie zu begrenzen. Daher ist es unerlässlich, wenn Sie Ausdauersport betreiben. Es ermöglicht auch die Regulierung der Herzfrequenz.
- Knochenmineralisierung: Die Hälfte des im Körper vorhandenen Magnesiums befindet sich im Knochengewebe (Knochen, Zähne). Es ermöglicht eine gute Fixierung von Kalzium, was die Stärke der Knochen gewährleistet.
- Blutgerinnung: Magnesiummangel kann zur Bildung von Blutplättchen und somit zu Thromben oder Blutgerinnseln führen.
- Immunsystem: Neben der Beteiligung an der Bildung von Antikörpern und der damit verbundenen Stärkung des Immunsystems hat Magnesium auch eine entzündungshemmende und antiallergische Wirkung.
Magnesium spielt auch eine Rolle beim Fettstoffwechsel, der Proteinsynthese und dem Glukoseabbau.
Ihr täglicher Magnesiumbedarf.
ANSES empfiehlt eine tägliche Magnesiumzufuhr von 420 mg für Männer und 360 mg für Frauen. Füttern Sie Mahlzeiten. liefern Ihnen 33 % Ihrer empfohlenen Tagesdosis an Magnesium.
Ursachen und Symptome eines Magnesiummangels.
Heutzutage leben viele Franzosen mit einem Magnesiummangel (auch Hypomagnesiämie genannt), ohne es zu wissen. Besonders betroffen sind ältere Menschen aufgrund einer schlechteren Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung sowie altersbedingter Verluste über die Nieren (Harnwege). Bei Frauen kann die orale Kontrazeption zu Magnesiummangel führen. Oft ist dieser Mangel für Erbrechen in der Frühschwangerschaft oder schmerzhafte Kontraktionen in der Gebärmutter verantwortlich. Symptome eines Mangels sind:
- Nervenstörungen: erhebliche Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hyperemotionalität, Schlaflosigkeit, Zittern
- Periphere Erkrankungen: Spasmophilie-Anfälle, Krämpfe, Tetanie-Anfälle, Kribbeln, Prickeln
- Sonstiges: brüchige Nägel, Haare und Zähne
Magnesiumergänzung.
Reicht eine ausgewogene Ernährung nicht aus, um den täglichen Magnesiumbedarf zu decken, stehen vielfältige Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung. Fragen Sie Ihren Arzt, um ein geeignetes Nahrungsergänzungsmittel zu finden. Es gibt verschiedene Formen magnesiumreicher Nahrungsergänzungsmittel, beispielsweise:
- Anorganische Magnesiumsalze: Magnesiumoxid, -hydroxid und -chlorid
- Organische Magnesiumsalze: Magnesiumgluconat, -lactat, -aspartat und -citrat
- Organische Salzkomplexe: Magnesiumbisglycinat
Für Menschen mit Nierenerkrankungen sind diese Nahrungsergänzungsmittel jedoch kontraindiziert. Achten Sie darauf, die von Ihrem Arzt verschriebene Tagesdosis nicht zu überschreiten, um bestimmte nervöse Nebenwirkungen zu vermeiden.
Zusammenfassend.
Magnesium ist ein essentielles Mineral, das eine Rolle bei der neuromuskulären Erregbarkeit, der Muskelkontraktion, der Knochenmineralisierung, der Blutgerinnung und der ordnungsgemäßen Funktion des Immunsystems spielt. ANSES empfiehlt eine tägliche Einnahme von 420 mg für Männer und 360 mg für Frauen. Magnesium ist vor allem in Kakao, Ölsaaten, dunkler Schokolade, Vollkornbrot, Trockenfrüchten und auch Weichtieren enthalten.